23.03.2020 - aktueller Autor - Matthais Rürup

 

Matthias Rürup,
1972 in Altenburg geboren.
Nach langjähriger poetischer Schaffenszeit in Halle/Saale (bis 1994) „Umschulung“ zum Erziehungswissenschaftler mit zahlreichen Publikationen zu Steuerung und Innovation im Bildungswesen.
Ab 2012, inzwischen wohnhaft in Wuppertal, knüpft er an die eigene poetische Vergangenheit mit zahlreichen veröffentlichen
Gedichten an. Mitglied und  Mitorganisator des Wuppertaler Literatentreffens.

Im Geest-Verlag erschienen

 

 

Geest-Verlag 2019

ISBN 978-3-86685-716-2
11,- Euro

Die Liebe ist weder eindeutig, noch einfach. Sicherlich öffnet sie uns, macht uns weicher als jemals gedacht. Zugleich  aber macht sie verletzlicher oder verletzen wir plötzlich  einander öfter und mehr. Sodass zu nötig und unmöglich scheint eine Balance zu finden, wie sehr wir zusammen sind oder lieber nicht …
Diesen Widersprüchen der Liebe widmen sich die Igel-Gesänge. In ihnen sucht der Autor Antwort auf die Frage, wie es gelingen  kann, sich zu lieben – als Igel, wenn wir uns allzu leicht zurückziehen und einrollen, sobald etwas schwierig wird und nahe rückt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prolog


Wie schwer – als Igel – sich nicht einzurollen,
Den Bauch dir anzubieten zum Liebkosen
Und – trotzdem es kitzelt – ruh’n.

Entgegen dem Impuls zum Flüchten-Wollen,
Mich bei dir zu halten, meine bloßen,
Ach so zarten Seiten aufzutun.

Eine Arbeit ist das, der man nicht die Mühe
Anseh’n darf: Dilemma oder Kunst
Sich anzustrengen, nicht verhärten.

So dass ich einer Blume gleich erblühe,
Erfreut, berührt, gewärmt von deiner Gunst:
Und wir uns finden als Gefährten.